Dauermagnet

Was ist ein Dauermagnet

Unter dem Begriff der Dauermagneten versteht man Werkstoffe die nach der Magnetisierung bis zur Sättigung und anschließendem Abschalten des magnetisierenden Feldes einen Großteil ihrer Magnetisierung behalten haben. Zu diesen Werkstoffen gehören unter anderem Hartferrit, Neodym, Samarium-Cobalt und Aluminium-Nickel-Cobalt . Diese behaltene Magnetisierung wird als Remanenz bezeichnet.

Die Magnetisierung eines solchen Werkstoffs wird mittels eines elektrischen Magnetfeldes durchgeführt. Das Magnetfeld wird mit einer gewissen Feldstärke angebracht und dann wieder abgeschalten. Anschließend bildet der Werkstoff ein eigenes Magnetfeld um sich herum und behält dieses bei. Ab diesem Zeitpunkt kann der Werkstoff magnethaftende Werkstoffe wie Stahl dauerhaft, also nicht temporär, anziehen. Unter welchen Umständen diese Werkstoffe ihr Magnetfeld verlieren können, finden Sie unter den Einträgen Alterung oder Entmagnetisierung.

Als Beispiel für einen Dauermagneten sehen Sie im Bild unsere Auswahl an Neodym-Blockmagneten

Als Beispiel für ein schaltbaren Dauermagneten sehen Sie unser schaltbares Magnetsystem

Schaltbare Dauermagnete

Es gibt unterschiedliche Methoden, um die permanente Haftkraft von Dauermagneten unwirksam werden zu lassen. Durch diese Methoden wird die magnetische Haftkraft des Werkstoffes nur temporär ausgeschalten. Somit geht die Magnetisierung des Werkstoffs nicht verloren und hat danach wieder seine volle Haftkraft.

Die einzelnen Methoden sind:

  1. Die Haftkraft physisch zu überwinden. Man entfernt den Haftpartner oder den magnetischen Werkstoff voneinander, bis die Auswirkungen des magnetischen Feldes nicht mehr wirken können. Dies kann händisch oder mit Hilfe eines Hebels passsieren.
  2. Durch drehen oder Schalten eines Knopfes den Magnetkreis statt über das Werkstück systemintern verlaufen zu lassen.
  3. Dem Dauermagnetfeld des Werkstoffs kurzfristig ein elektromagnetisches Gegenfeld gegenüberzustellen. Somit wird das Dauermagnetfeld mit dem elektromagnetischen Gegenfeld überlagert.